Schwarzschimmel Schimmelpilze und gesundheitliche Folgen Baubiologische Messtechnik
STARTSEITE REFERENZEN KONTAKT PRESSE LINKS IMPRESSUM
 
 

SCHIMMELPILZ -SPEZIES

  SCHIMMELPILZSPEZIES
  Aspergillus flavus
  Aspergillus fumigatus
Aspergillus niger
Aspergillus ochraceus
  Aspergillus ustus
  Aspergillus versicolor
  Cladosporium
  Paecilomyces variotii
  Stachybotrys chartarum

 


Allergische Reaktionen - Infektionen - Übelkeit

Schimmelpilzspezies

und mögliche gesundheitliche Auswirkungen

Aspergillus flavus kann Infektionen des Auges und der Ohren hervorrufen. Über Infektionen von Lunge, Herz und der Blase ist in einigen Fällen berichtet worden. Weiterhin sollte vorsorglich mit einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Aflatoxine gerechnet werden, auch wenn entsprechende Erkenntnisse zu Dosis-Wirkungs-Beziehungen derzeit noch nicht vorliegen.

Seitenanfang Aspergillus fumigatus kann beim Menschen und Haustieren sytemische Mykosen verursachen. Beim Menschen werden Infektionen wiederholt bei immunsupprimierten Personen (Krebstherapie, Steroidbehandlung, Diabetes, HIV-Patienten) beobachtet. Von Asthma und Rhinitis (Typ I Allergie), verursacht durch Aspergillus fumigatus, wird berichtet. Weiterhin produziert die Spezies ein breites Spektrum an spezifischen Metaboliten. Als Verbindungen mit antibiotischer Wirkung sind Gliotoxin, Spinulosin, Fumigatin etc. nachgewiesen worden. Fumigaclavine, Festuclavine, Chanoclavine, Spingofungine, Fumitremorgine, Verrucologen, Tryptoquivaline und Fumitoxine werden ebenfalls häufig produziert. Die meisten davon sind toxisch, können bei Hühnern tödlich wirken, verursachen Tremor bei einigen Tieren oder zeigen hämolytische Wirkung (Zerstörung der roten Blutkörper).

Seitenanfang Aspergillus niger gilt als opportunistischer Mykoseerreger, der bei stark immunsupprimierten Personen Infektionen hervorrufen kann. Weiterhin ist bekannt, daß Aspergillus niger Mykosen des äußeren Gehörgangs bei Mittelohrentzündungen (Otitis media) verursachen kann.

Seitenanfang Bei Aspergillus ochraceus sollte mit einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Mykotoxine gerechnet werden, auch wenn es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber gibt, ob die Toxine inhalativ aufgenommen werden. Für das potentiell gebildete Mykotoxin Ochratoxin wird in der Literatur der Fall eines Landwirtes beschrieben, bei dem nach Arbeiten in einem Silo nach Exposition gegenüber Ochratoxin ein akutes Nierenversagen auftrat (DIPAOLO et al. 1994).

Seitenanfang Bei immunsupprimierten Patienten tritt in seltenen Fällen Aspergillus ustus als Erreger lokaler und systemischer Mykosen auf. Diese Spezies besitzt, wie auch andere Aspergillus-Arten, eine ausgeprägte genetische Heterogenität.

Seitenanfang Aspergillus versicolor ist in Hinblick auf eine mögliche Bildung von Mykotoxinen als potentiell gesundheitsgefährdend einzustufen. Hierbei ist in erster Linie das Sterigmatocystin zu nennen, das in der Literatur als giftig und karzinogen beschrieben wird. Insbesondere Schädigungen der Leber werden erwähnt. Weitere wichtige Metaboliten sind Averufin, Cyclopenin, Cyclopenol und Versicolorin, die eine starke antibakterielle Wirkung haben und auch gegen einige Pilze wirksam sind. Da es sich um einen potentiell toxinbildenden Stamm handelt, ist von einer Aufnahme der Toxine beim Einatmen der Sporen oder durch Hautkontakt in den Körper vorsorglich auszugehen. Ein Nachweis der Toxine ist derzeit routinemäßig noch nicht möglich.

Seitenanfang Cladosporium ist eine Pilzgattung, die sehr häufig und bevorzugt im Außenbereich (z.B. Wald und in Gärten) vorkommt, da sie gerne auf verfaulten Pflanzen bzw. auf Laub wächst und an Verrottungsprozessen beteiligt ist. Cladosporium spp. kann allergische Reaktionen wie z. B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma auslösen (Schimmelpilzallergie).

Seitenanfang Von Paecilomyces variotii wird berichtet dass diese Spezies allergische Alveolitis und das Befeuchterfieber hervorrufen kann. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass bei Tieren wie Hunden oder Rindern Mykosen hervorgerufen werden. Beim Menschen konnte Paecilomyces variotii bei Herzentzündungen und im Tränensack nachgewiesen werden. Als ein opportunistischer Krankheitserreger sollte diese Spezies unter gesundheitsvorsorglichen Gründen mit Vorsicht behandelt werden.

Seitenanfang Stachybotrys chartarum ist in Hinblick auf eine mögliche Bildung von Mykotoxinen als potentiell gesundheitsgefährdend einzustufen. Wichtige Metabolite sind hierbei Satratoxin F, G und H, Verrucarin J und Roridin E, die zur Substanzklasse der Trichothecene zu zählen sind. Die Trichothecene sind cytotoxische Substanzen, die die ribosomale Proteinbiosynthese hemmen. Da es sich um einen potentiell toxinbildenden Stamm handelt, ist von einer Aufnahme der Toxine beim Einatmen der Sporen oder durch Hautkontakt in den Körper vorsorglich auszugehen. Ein Nachweis der Toxine ist derzeit routinemäßig allerdings noch nicht möglich. Die hohe cytotoxische Potenz zeigt sich in starken Schleimhautirritationen nach oraler Aufnahme mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und blutigen Durchfällen. Stachybotrys chartarum steht stark im Verdacht ein Pilz mit einem hohen gesundheitsgefährdenden Potential zu sein. So sind beispielsweise in Cleveland / Ohio bei einem Befall eines Gebäudes mit Stachybotrys chartarum in 37 Fällen bei Kindern Lungenblutungen beobachtet worden, von denen zwölf verstarben. Häufig traten auch andere Symptome wie z.B. Nasenbluten auf. Verantwortlich hierfür sind die sehr potenten Mykotoxine, die S. chartarum produziert. Diese führen bei Kindern beim Einatmen dazu, daß die Blutgefäße in der Lunge brüchig werden. Desweiteren können die Mykotoxine immunsuppressive Reaktionen und Behinderungen bei der Proteinbiosynthese oder der RNA- und DNA-Synthese hervorrufen.



 
SCHADSTOFFE
SCHIMMELPILZE
SANIERUNG
 
 
   
 


Tel.: 030 - 88 55 44 02
Fax: 030 - 88 55 44 03

office@oecolab.de


OECOLAB
Am Petersberg 8
14195 Berlin